Rückblick

Liebe Mitglieder und Freund*innen des FDP-Ortsverbands Karlsruhe-Grötzingen,

hier geben wir einen zusammenfassenden Rückblick auf die Arbeit der FDP Karlsruhe im ersten Halbjahr 2020:

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Unsere Ringelberghohl

Nun also ist die Katze aus dem Sack! Eine der allerschönsten und spektakulärsten der berühmten Grötzinger Hohlen wird –beamtendeutsch- „eingezogen“.

Die Begründung ist nachvollziehbar: Klimatische Veränderungen setzen der Struktur durch Starkregenereignisse und zunehmende Sturmereignisse zu sehr zu. Hinzu kam die rücksichtslose Entsorgung von Gartenabfällen in die Hohle durch manche Anrainer. Folge ist, dass die Hänge geologisch und seitens der vorzufindenden Fauna instabil werden, Ast- und Baumschlag drohen. Was aber auch bedauerlich ist, ist die Vorgehensweise der Behörden:

Vor Jahren hatte die FDP Grötzingen auf die drohenden Umstände hingewiesen. Eine folgende Untersuchung ergab, dass die hier überwiegend vorzufindenden Bäume –eigentlich Neophyten, also eingeschleppte, fremde Spezies - für den steilen Lehmhang ungeeignet seien: Der hohe Wuchs mache sie windlastanfällig, ihr Wurzelbild konterkariere den Aufbau des Hanges. Man werde die Bäume ausräumen. Einige fielen, ein mittlerer Pflegeeinsatz folgte. Dann, vor vielen Monaten plötzlich die provisorische Absperrung.  Mehrfache Nachfragen der FDP bei der Ortsverwaltung ergaben: Man sei dabei, die Standfestigkeit des Hanges und des Bewuchses zu prüfen. Dass das überhaupt nicht voranginge, läge am berüchtigten Personalmangel der Stadt Karlsruhe. Dieser Zustand hielt nun gefühlte drei Jahre an....

Nun wurde im  „Grötzingen Aktuell“ vom 10.07.20, unter dem Titel „Einziehung von Gemeindestraßen“ in schönster Formulierung  trocken, empathisch und de jure völlig korrekt mitgeteilt , dass die Stadt  mit Veröffentlichung in der StadtZeitung ihre Absicht zur Einziehung (Stilllegung) des unteren Teil des Hohlweges  „öffentlich“ bekannt gemacht habe - und Einwendungen dagegen (halt) nicht eingegangen seien...

Es scheint offensichtlich, dass die Stadt kein Interesse daran hatte, diesen Schritt mit der in verschiedener Hinsicht  betroffenen gesamten Grötzinger Bevölkerung oder der Ortsverwaltung weiter zu kommunizieren, Zeit dazu wäre ja wahrlich genügend gewesen. Man schien sich im Klaren, dass die Maßnahme unpopulär ist, auch weil daraus folgt: Was geschieht absehbar mit der Reithohl, der Silbergrubhohl, der Dausäcker-, Hattenkellen-, Froschhohle? Es wäre auch eine  gute Möglichkeit gewesen, der dann sicher zugänglicheren Bevölkerung zu vermitteln, dass sich unser Lebensstil  ganz unmittelbar auf unser Alltagsleben, unser direktes Lebensumfeld buchstäblich vor der Haustüre, auswirkt und welch schmerzhaften Folgen das nun hat. Nicht irgendwo weit weg.  Sondern hier. Aber vielleicht scheut man das? - Schöne neue Welt?

So verschwindet ein wirkliches Wahrzeichen von Grötzingen im Dornröschenschlaf, was ihm zur Regeneration gegönnt sei.  Die kommunikative Transparenz der Stadt mit ihren Bürgern aber wirft Fragen auf. Bleibt:

Es kann gegen diese „Einziehung“ Widerspruch eingelegt werden. Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats schriftlich oder mündlich zu Protokoll an die Stadt Karlsruhe, bevorzugt beim

Tiefbauamt (technisches Rathaus)
Lammstraße 7, Zimmer B 303
76133 Karlsruhe>

oder bei jeder anderen Dienststelle der Stadt Karlsruhe zu richten.

Versuchen Sie es!  (Warum zum Beispiel könnte man nicht den Kompromiss finden: „für KFZ gesperrt, Fußgänger auf eigene Gefahr“??)

 

Ihre FDP in Grötzingen

 

 

Graffiti an den „Fischtreppen“

Durch Abbruch des  „Mühlenwehr“ haben die Grötzinger vom Gartenbauamt einen wunderschönen Platz am Pfinzufer realisiert bekommen.

Diese sogenannte Renaturierungsmaßnahme soll  an der südl. Pfinzwand östlich des Steges ein buntes Graffiti erhalten. Ziel sei eine „bewusstseinsbildende“ Aussage zu den in der Pfinz vorkommenden Lebewesen.

Der Wunsch nach einem Graffiti, so hört man, würde aus der Bevölkerung so heftig geäußert, dass die Ortsverwaltung dem Malerei-Angebot des Regierungspräsidiums positiv entgegentrat. Das Vorhaben wurde über Monate hinweg lange mit Hochdruck ohne Beteiligung der Mehrheit des Ortschaftsrates vorangetrieben, so dass am Ende nur über die ART des Graffitis abgestimmt werden sollte.

Die FDP hatte sich gleich zu Beginn der späten Diskussion um die Gestaltung der Mauer für  eine natürliche Variante ausgesprochen. FDP und MfG befürworten die Alternative, frei hängendes vorhandenes Efeu oder Ähnliches fast kostenneutral zu kultivieren.  Das Gartenbauamt lehnt eine vollständige Begrünung der Mauer ab. Das Regierungspräsidium behauptet, dass dadurch die Lebensdauer der Mauer reduziert und die Fließgeschwindigkeit der Pfinz bei Hochwasser behindert würde.  Kein Hochwasser war aber bisher so massiv und hoch, dass es ihm gelungen wäre, das zu verursachen. Vorteile einer Begrünung, zu ganz niedrigen Kosten, ohne Chemieeinsatz (Farbabrieb) wären: Den Schall  natürlich reduzierend, Sauerstoff produzierend,  für Kleinlebewesen Wohnraum schaffend und das  Auge beruhigend. Jede Begrünung wird älter werden, als die der Feuchtigkeit, Abrasion, Chemieeinwirkungen und Temperaturgefällen ausgesetzte Malerei auf  80 Jahre altem Beton.

Die Grünen stimmten für Graffiti, konnten sich aber auch dazu durchringen, dieses von Bewuchs flankiert zu gestalten. SPD befürwortete das Graffiti, die CDU stimmte mehrheitlich für die Wandverzierung.

Die FDP hat sich auch für Verbesserungen stark gemacht:  Eine zusätzliche Bank, die Ausfugung des unebenen Pflasterbelages auf dem Weg und eine angemessene Kontrolle in den Abendstunden. Eine sichernde Straßenmarkierung für Radler und Fußgänger in der Pfinzstraße wurde auf FDP-Anforderung bereits angelegt!

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Ihre FDP-Fraktion

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