Grötzinger Schloss

Die FDP begrüßt, dass das Seniorenheim Augustenburg  aktuellen Ansprüchen und Standards angepasst und modernisiert werden soll! Ausgehend von den historischen  Vorgaben und der so innewohnenden Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, keine einfache Aufgabe für einen Investor, die Mut und Behutsamkeit erfordert.

Fraglos aber ist das als  „Kirchenviertel“ bezeichnete Grötzinger Quartier vor vielen  Jahren durch – aus heutiger Sicht - nicht fassbare Abrisswut wichtiger kleinbäuerlicher und bürgerlicher, jahrhundertealter Häuser,  seiner ursprünglichen und dörflichen Qualität beraubt, auf einen  kläglichen Rumpf geschrumpft.  Was heute noch übrig ist, bedarf daher ganz besonderer Schonung, diese aber soll derzeit seitens des Investors Orpea, eines internationalen Unternehmens, zur Debatte gestellt werden! Die Bemühungen Grötzingens, die Reste der Wiege des Malerdorfes im Ansehen, den Kunstinstitutionen und dem Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, sollen nämlich nun durch schonungslose Benutzung unseres Schlosses Augustenburg konterkariert werden:  Was der Denkmalschutz – vor rd. 40 Jahren wohl sehr weise- ausdrücklich versagte, soll  heute durch eine Kapitalgesellschaft  -via für deren Zwecke  sehr günstigen, städtischen Ausschreibungsmöglichkeiten - dankbar und schonungslos umgesetzt werden: 

Die beantragten, schamlos hohen Satteldächer der Seitenflügel,  die das hochwertige bauliche Ensemble, welches mehrere Kriege  und andere Einflüsse überstanden hatte, überragend erdrücken, würden dessen  noch bestehende Ansehnlichkeit  nun gravierend schädigen.

Damit nicht genug, wird ein von Höhe, Formensprache und  Masse schier unerträgliches neues Nebengebäude neben dem Nordflügel geplant. Dieses Ansinnen ist ästhetisch und kulturell, ganz besonders aber in seiner mangelhaften Einfügung ins Viertel, eine rücksichtslose Degradierung des „Stammschlosses“, des unmittelbar benachbarten  wertvollen Fikentscher-Hauses und des alten Schulgebäudes.  Auch die Anwohnerbauten würden so inakzeptabel dominiert und bedrängt. Dabei werden die Absichten derer, die einst  geplant, geschaffen und heute gepflegt sowie geschützt haben, respektlos plattgemacht. In plakativen Plan-Darstellungen wurden wohl daher das relativierende Fikentscher-Haus und die erdrückte Anwohnerbebauung  gerne retuschiert – ein Schelm wer Böses dabei denkt....

Eine Durchsetzung, eine Bewilligung der so beantragten Maßnahmen wird die unselige Meinung bestärken, dass Behörden und Kapitalgesellschaften immer wieder Allianzen zu Ungunsten der Bürger schlössen....  Die damit einhergehend als Missachtung und  Respektlosigkeit empfundene Entmachtung des Souveräns führt unweigerlich in Politikverdrossenheit und Ablehnung staatlicher Eingriffe. Die Früchte, welche die Rattenfänger genau aus solchen Empfindungen ziehen, reifen gerade wieder!

Wir bitten das Denkmalamt und alle zugeordneten Verantwortlichen sowie sich verantwortlich fühlende Ämter und Personen um einfache  Beachtung des §2.1 Denkmalschutz-Gesetz:

Bitte genehmigen Sie hier auf keinen Fall Firsthöhen, die höher würden, als der klassische Bestand!

Bitte versagen Sie dem gnadenlosen nördlichen Nebengebäude die Genehmigung!

H.Ritzel

 

Karlsruhes Bürgermeister Dr. Käuflein Gast bei FDP - Jahreshauptversammlung in Grötzingen

Das Stadtteil-Kulturkonzept 2035 Grötzingen hat Strahlkraft und Bedeutung für die Gesamtstadt. Diese Ansicht teilt Dr. Käuflein mit den Mitgliedern des Ortschaftsrates und der Ortsvorsteherin. Der Kulturbürgermeister der Stadt Karlsruhe war als Ehrengast bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des FDP Ortsverbandes Grötzingen eingeladen, ein durchaus gelungenes Beispiel für überparteiliche Stadtteil-Politik. Das außerordentliche Engagement in Sachen Kulturkonzept - sowohl der ebenfalls anwesenden Ortsvorsteherin Karen Eßrich wie auch des Ortschaftsrates - würdigte Dr. Käuflein ausdrücklich. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat sieht Dr. Käuflein den Antrag des Ortschafts- rates zur Bewilligung der beantragten Fördermittel optimistisch...

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Weiterer Zubau Im Speitel droht!

Der Speitel ist anerkanntermaßen ein städtebauliches Beispiel einer Planung  wie sie heute verantwortungsbewusst, ästhetisch, verkehrstechnisch, sozial und unter allgemeinen Sicherheitsaspekten, nicht noch einmal ausgeführt  werden würde. Die Resonanzen der Bewohner und Nutzer sind daher in einem signifikant hohen Anteil als kritisch bis unzufrieden einzuordnen. 

Infolgedessen muss eine künftige Verstärkung der bisherigen Fehler oder gar verschlechternde Maßnahmen in diesem Gebiet unterlassen werden.  Hierzu zählt ganz besonders jeder Versuch einer weiteren Verdichtung. Würde er durchgeführt, ergäbe sich in wenigen Jahren die gleiche Kritik über diese Maßnahmen, in welcher man  heute die bereits zurückliegenden Bausünden bewerten muss. Ein  irgendwie  gearteter Ausbau oder die Verdichtung des Quartiers brächte weitere Verkehrsströme, damit einhergehend weitere Unzumutbarkeiten  hinsichtlich der Durchlüftung des Quartiers, eine unverantwortbare Verschärfung der bestehenden  Parkprobleme sowie  der bereits bestehenden verkehrsrechtlichen täglichen Überschreitungen. Verbunden mit ganz wesentlichen Sicherheitsmängeln der schlauchartigen, großstädtischen Straßenschlucht mit extremer  Bau- und Bewohnerdichte wäre diese Entwicklung nicht mehr vernünftig. Mit der anvisierten Verbauung der letzten grünen  Durchlüftungsschneise des bekannten  und gefürchteten Mikroklimas im Speitel  sollen nun weiter Verschlechterungen zementiert werde: Höhere Wohnraumverdichtung, weitere Autos und Verkehrsleistung, gekrönt vom heutigen Kiss- and-go-Verkehr  an- und abfahrender Kindergarteneltern in der dafür nun wirklich völlig unzureichenden Sackgasse. Diese Maßnahmen würden bedeuten den  status quo in städteplanerischen Hinsicht grotesk und kontraproduktiv  zu verschlechtern. Der letzte Fleck zur Beatmung des Viertels wäre geschlossen!

Unter dem Druck, Wohnraum in jedem Falle zu schaffen,  werden Warnungen, Vernunftbetrachtungen  und auch schlicht Wünsche der eigenen Gemeindebürger nach Komfort, Ordnung und Ruhe ignoriert und offenbar jedem anderen Argument untergeordnet. In einem Schreiben des OB betont jener gar, dass weder Sicherheitsmängel  noch weitere Beanstandungen relevant wären, z.B.: „Das Zusammenspiel der Rettungskräfte in solchen Situationen (...wie denen im Speitel...) ist Alltagsgeschäft und bedarf keiner verkehrsrechtlichen Steuerung“(!!)-

 Bei einer Sicherheitsschau durch Polizei und Feuerwehr wurde erstaunlicherweise eine ausreichende Sicherheitslage attestiert.  Diese „Prüfung“ wurde sicher nicht zu Stoßzeiten oder nachts, bei voller Park last– also einer Simulationszeit des worst case - durchgeführt: Niemals sonst wäre man zu „harmlosen“ Ergebnissen, wie den gemeldeten gekommen.

Die Argumentation, man müsse „alles erst mal prüfen und planen“ (OVin) läuft auf die übliche Vorbereitung eines taktischen Terrains (vorhabenbezogener Bebauungsplan) hinaus: Ganz abgesehen von den Kosten die jene Prüfung erzeugt - für etwas, das auch ohne Prüfung aus dem Bestand  heraus  bereits als Fehlplanung  er- und bekannt ist. Und gemessen an den Genehmigungsverhältnissen des Baugebietes „Junge Hälden“  kommt die Stadt ohnedies bei der Erfüllung Ihrer administrativen Aufgaben bekanntermaßen kaum nach: Wie sollen dann bei höchster Eilbedürftigkeit wegen Kita-Plätzen  zwei benötigte B-Plan-Änderungen, noch dazu  gegen erbitterte Widerstände, angemessen zügig vorankommen? Dem Leser sei die Frage gestellt: Warum sollte das Verfahren bei einer Baugesellschaft (Speitel) schneller voranschreiten, als bei beiwilligen Bürgern? (Junge Hälden)

Wir werden in und für Grötzingen absehbar genügend KiTa-Plätze -auch durch Einrichtungen privater Anbieter- haben. Wir MÜSSEN also nicht gerade und un-bedingt im Speitel weiterbauen. Die vernünftige Erneuerung des Kegelsgrund-Kindergartens und die Errichtung Ringelberghohl ließen sich weitaus besser realisieren. Dem Leser sei die Frage gestellt: Wer möchte warum unbedingt im Speitel bauen, wo es doch auch anders ginge...????

Auch die FDP Grötzingen sieht klar das Erfordernis der (preiswerten) Wohnraumschaffung: Nicht aber durch merkwürdige Lösungen, wie sie für den Speitel angedacht werden. (Die Genehmigung anderer weiterer Baugebiete wurde von der Stadt indessen abgelehnt - meist unter Angabe von Naturschutzgründen.)

Menschliche Bedingungen  im Speitel haben auch Stellenwert! Die FDP Grötzingen hat sich bereits gegen die Maßnahmen ausgesprochen und verweigert sich jeder weiteren Verdichtung des Wohngebietes Im Speitel!

 

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